Emmett in Transit

Der Podcast der mFUND Begleitforschung zu datengetriebener Mobilität

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Emmett in Transit #18 – der Podcast über datengetriebene Mobilität

19.07.2022 29 min

In Folge #18 unseres Podcasts Emmett in Transit stellen wir ländliche Räume in den Mittelpunkt, deren ÖPNV-Angebot noch viel zu häufig lückenhaft ist und Menschen förmlich ins Auto zwingt.
Es gibt Grund zu Optimismus, finden unser Gäste. Auf eine Polarisierung à la „Stadt versus Land“ möchten sie sich nicht einlassen und schon gar nicht die ländlichen Räume abschreiben. Das Recht auf Mobilität gilt schließlich überall, und auch die Abhängigkeit vom Pkw ist – allem Anschein zum Trotz – dort nicht in Stein gemeißelt. Mehr und schnellere Verbindungen, flexible, integrierte Lösungen wie Sharing-Angebote und On-demand-Shuttles – ein besserer ÖPNV könnte die Menschen zum Umsteigen bewegen.


UNSERE GÄSTE
 
„55 Millionen Deutsche sind noch nicht mit verlässlichem Nahverkehr versorgt “, sagt Michael Barillère-Scholz, der Mobilität für alle ermöglichen möchte.
 
Er ist Mitbegründer und Geschäftsführer von ioki, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, die sich der Digitalisierung des öffentlichen Nahverkehrs verschrieben hat. Barillère-Scholz ist Wirtschaftsingenieur und promovierter Wirtschaftsinformatiker. Bevor er zur DB kam, beriet er Unternehmen bei der Digitalisierung und Etablierung neuer, digitaler Geschäftsmodelle. Bei der Deutschen Bahn floss diese Expertise unter anderem in die Etablierung der Sharing-Dienste Call-a-Bike und Flinkster.  
 
„Klimaneutralität bis 2045 – das schaffen wir nicht, wenn wir nicht alle Teile der Bevölkerung mitnehmen“, meint Christin Hoffmann, die weiß, welche Bedürfnisse der ÖPNV in ländlichen Räumen dafür abdecken muss.
 
Sie ist Vertretungsprofessorin am Lehrstuhl Dekarbonisierung und Transformation der Industrie an der BTU Cottbus-Senftenberg. Hoffmann erforscht unter anderem, unter welchen Bedingungen Menschen ihr Mobilitätsverhalten CO2-ärmer gestalten. Im Rahmen des mFUND-Projekts CTran untersucht sie mithilfe der Mobilitäts-App „Wohin du willst“ und verschiedenen Partner:innen, wie ein attraktiver und bedarfsgerechter ÖPNV den nachhaltigen Strukturwandel in einem ehemaligen Braunkohlerevier, der Lausitz, unterstützen kann.

  
DIE FRAGEN
 
Im Gespräch mit Emmett-Projektleiterin Lena Rickenberg suchen unsere Gäste nach dem „goldenen Schlüssel“ für Mobilität auf dem Land. Sie erklären, warum es so wichtig ist, bei der Verkehrswende die ganze Bevölkerung mitzunehmen, und verraten, wie auch Menschen in klammen Kommunen in den Genuss autonomer Shuttles kommen können.


Save the Date: Ideensprint „Mit datengetriebenen Lösungen den ländlichen Raum attraktiver gestalten“ | 25. August 2022 | 10–17 Uhr 
 
Bei der Veranstaltung entwickeln die Teilnehmenden mit der Design-Thinking-Methode Lösungsideen für verschiedene Mobilitäts-„Challenges“ aus ländlichen Räumen. Anschließend erörtern sie, wie aus den Ideen konkrete Projekte werden können.
 
Die Veranstaltung findet in Berlin statt. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
 
Weitere Informationen und in Kürze auch das vollständige Programm finden Sie hier.
 
 
ÜBER EMMETT IN TRANSIT

Brauche ich künftig nur eine App, um Mietwagen, Zug und Fahrrad zu nutzen? Wann und wie wird KI autonome Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen lenken? Warum fliegen Drohnen neuerdings Teile des 38.500 Kilometer langen deutschen Schienennetzes ab? Wir befragen Forscher:innen, Unternehmer:innen und Tüftler:innen zu datengetriebener Mobilität und ihren Auswirkungen auf den Menschen.

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